Gartensommer. Ein Rundgang.

dill-gewuerze-im-garten

Heute gibts zur Abwechslung mal wieder ein paar Gartengeschichten bzw. einen kleinen Rundgang. Sowas in analog festzuhalten ist vielleicht ein bisschen widersinnig – weil sich die Pflanzen so schnell verändern und ich in dieser Zeit kaum dazu komme, den Film zum Entwicklen zu bringen, vielleicht ist es daher aber auch umso spannender.

Ich habe also ein bisschen gesammelt und berichte einfach mal, wie das Gartenjahr bisher so gelaufen ist. Nur Anbautipps werdet ihr hier vergeblich suchen… dazu ist alles erst einmal ein Ausprobieren und Versuchen.

Erdbeeren Hofkater Ivan

Ein ganz klein wenig bin ich ja schon stolz. Dass wir uns in diesem Jahr schon über die ein oder andere bescheidene Ernte freuen können. Aus dem eigenen Garten, manchmal auch von woanders her. Es ist von allem nur etwas, das hier und da für einen Kuchen oder leckeres Gericht reicht, oder direkt genascht wird – manches findet den Weg in den Gefrierschrank. In Form von Marmelade begleiten uns einige Früchte eine ganze Weile. Und die Kartoffeln werden wohl länger reichen – im Idealfall bis zur nächsten Ernte. Wir können nämlich einen Kartoffelkeller unser eigen nennen.

Hier also einmal Querbeet…:

Sauerkirschen SauerkirschbaumSaure Kirschen. Nach der Ernte habe ich dann den Baum direkt verschnitten. Mal sehen, ob er mir das übel nimmt.

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Saubohnen Dicke Bohnen PuffbohnenVon den sechs Pflanzen der Ackerbohnen konnten wir drei Mal eine kleine Portion essen. Zwei der Pflänzchen hatten fast nichts getragen… Die Läuse konnte ich mit etwas Spüliwasser  bekämpfen… Obwohl die Ausbeute nicht sehr groß war – die sind einfach so so lecker!

RhabarberTja, auch der Rhabarber braucht mehr Nährstoffe – wie eigentlich der gesamte Garten. (Uns ist erst im Laufe des Jahres bewusst geworden, dass der Garten über drei Jahre hinweg keine Nährstoffe in Form von Mist oder Gründungung bekommen hatte).

Erdbeeren Johannisbeeren Himbeeren Ringelblumen DillBeeren zum Naschen und Dill [ich mag den nicht  besonders] für die Familie, die damit Gurken einweckt.

Kräuter Zitronenmelisse Olivenkraut MajoranKräuter für Tee und einfach so: Zitronenmelisse, Olivenkraut und Majoran.

HeidelbeersmoothieHeidelbeeren und ein Smoothie daraus.

Blaubeeren Heidelbeeren

tomaten-fleischtomaten-im-garten TomatenquicheTomaten in allen Farben – perfekt für eine Quiche.

ernte-gemuesegartenDie Erntebank Ende August: späte Himbeeren, Äpfel, Trauben, Ringelblumenblüten und -samen [Wer mag welche haben?].

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Dann wollte ich ja noch von den Kartoffeln berichten:

In diesem Jahr haben wir drei verschiedene Sorten angebaut. Laura, Gala und Birte. Die Saatkartoffeln haben wir geschenkt bekommen, jeweils fünf Kilo.

Hier eine minikleine Dokumentation unseres Kartoffelanbaus:

Kartoffelanbau_2Vorgekeimte Kartoffeln [aus konventionellem Anbau], die sind alle am 12. März in die Erde gekommen.
Kartoffelanbau_1Die Kirschblüte stiehlt den Kartoffelreihen die Show… 60cm Reihenabstand; 30cm Pflanzabstand.
Die Ernte war leider nicht so berauschend wie erwartet. Wir schieben es zum Einen auf das Wetter [das ist einfach eine gute Universalentschuldigung in diesem Jahr :)] und zum Anderen auf die Erde: Wir hatten nämlich auf einem Teil der Fläche vorher Rasen. Den haben wir teils umgegraben, teils gefräst. Insgesamt scheint auch hier der Boden auch ziemlich ausgelaugt zu sein… und wir haben fiese Unkräuter wie Ackerwinde, Melde und Quecke im Garten :(

Kartoffeln ErnteBirte mit ein paar Lauras, die bei uns schon vor Wochen aus der Erde mussten. Ich glaube, die Ausbeute war insgesamt nicht sehr groß, ich kann das nicht so gut einschätzen – so als Anfängerin, und das Abwiegen liegt mir fern; aber dennoch denke ich, dass wir gut übers Jahr kommen werden – die Rezeptlisten sind jedenfalls lang :)

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Und sonst so:
Kartoffelanbau_3So sah der Garten im Frühjahr aus: Hinter der Rasenfläche beginnt der bestellte Bereich. Erst die Kartoffeln [zehn Reihen], dann die spätere Himbeerfläche, das Erdbeerfeld und der Bereich, wo mittlerweile das erste richtige Hochbeet steht und zwei Kürbisse wuchern.

himbeeren-im-gartenWir haben das Kartoffelfeld nach der Ernte abgedeckt, dahinter sieht man die Himbeerhecke. Und auch sonst kann man einen Eindruck vom Garten bekommen. Links die Mauer ist mit Wein berankt und bildet die Begrenzung, der Garten hat sozusagen eine West-Ost-Ausrichtung und wird den ganzen Tag von der Sonne geküsst.

sonnenblumen-im-gartenHier der Blick vom Garten aufs Wohnhaus, man kann das Sonnensegel über der Terrasse erahnen. Links sieht man die Mauer vom Wein, auf deren anderer Seite der Holunder wuchert. Ein paar Tomaten und das Blumenbeet sind auch zu erkennen.

garten-blumenbeetDieses, eher schlechte Foto, zeigt den Blick genau aus der Gegenrichtung zum vorherigen Foto – also mit dem Wohnhaus im Rücken. Zu erkennen ist rechts das Hochbeet.

Sonst gibts im Garten noch zehn Tomatenpflanzen, eine Gurkenpflanze, eine Chili und eine Paprika, Mangold, Feuerbohnen, Pflücksalate, jede Menge Blumen, Himbeeren an jeder Ecke und Brombeeren. Der Aroniabusch hat sagenhafte drei Früchte ausgebildet, die sechs bis zehn Johannisbeerbüsche haben mäßig getragen, dafür die beiden Sauerkirschen umso mehr – obwohl es wohl wilde Sorten sind. Langsam reifen die wilden Pfirsiche [bei uns heißen sie Hameln] und aus den alten Weinreben werde ich nicht schlau [Mehltau.. Mangelerscheinungen und der Hausherr, der unbedingt eigenen Wein herstellen wollte und es auch macht]. Die drei Buschapfelbäume tragen sehr viele Früchte, von denen die meisten aber sehr klein und noch dazu bewohnt sind.

wein-selbst-herstellen

aroniabeeren-apfelbeere-aroniaAroniabeeren (aus dem Garten meiner Eltern) nach dem Auftauen – so sollen sie mehr Saft geben. Im Verhältnis 1:1 mit Birnen ergeben sie eine fabelhafte Marmelade.

pfirsich-wilder-pfirsich-hamelnUnsereren Hameln scheint es vor der Sandsteinwand sehr gut zu gefallen.

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A propos Hochbeet. Ich hatte ja schon einmal berichtet, dass wir so eine Art mittelhohes Beet im Garten haben. Da wächst es auch schon ordentlich drin [Mangold, Paprika, Salat, Basilikum]. Es handelt sich um eine Grabumrandung aus Beton, die wir auf dem Grundstück gefunden hatten und wir dachten, das ergibt ein super Beet. Also wurde der Boden etwas ausgehoben, ein paar Ziegel aufgestapelt um noch an Höhe zu gewinnen und Wühlmausschutz eingebracht [bei uns echt ein Problem].kleines Hochbeet 1Dann haben wir die übliche Füllung für Hochbeete vorgenommen: Erst grober Astschnitt, dann feiner. Da wir eine Scheune voller altem Stroh haben, kam noch eine dicke Schicht Stroh dazwischen. Zuletzt dann fertigen Kompost und Muttererde aus einer anderen Stelle im Garten.

kleines Hochbeet 2Im Frühjahr habe ich direkt darin die dicken Bohnen gezogen, die dann umziehen durften. Später kam dann das Gemüse rein, welches sich wirklich wohlfühlt. Der Mangold, welcher direkt am Boden wächst, bleibt viel kleiner und wächst langsamer.

Hinter bzw. neben dem kleinen Hochbeet, befindet sich mittlerweile das zweite richtige Hochbeet. Hochbeet groß 2Wir haben es ohne spezielle Anleitung gebaut, es ist etwa 2m lang, 1m hoch und 1,20m breit. Um das Holz vor Verwitterung zu schützen, haben wir es von innen mit Teichfolie ummantelt und unten wieder Wühlmausschutz angebracht. Gefüllt ist es bisher mit einer Schicht grobem Holzschnitt, altem Stroh, kleinem Holzschnitt, frischen Grünabfällen, Blättern, Grasschnitt… das wird noch eine Weile dauern. Anbauen werden wir wohl erst im nächsten Jahr…Hochbeet groß 1

hochbeete-im-gartenHier ein Blick aus dem Erdbeerfeld Richtung Hochbeete, wir haben angefangen, die Wege mit Stroh zu versehen. Man sieht rechts noch ganz gut, wie die Kürbisse wuchern; hinter den Kürbissen stehen die drei Rhabarberpflanzen und ganz rechts sieht man noch mit viel Phantasie zwei Pflaumenbäume, die den Garten in Richtung Viehweide abgrenzen. Hinter den Bochbeeten das Blumenbeet und das Bohnentipi.

blumenbeet-hochbeet-bohnentipiHier ein Blick von der anderen Seite (im Vergleich zum vorherigen Bild): Blumenbeet, Tipi und Hochbeet. Ganz im Hintergrund die Weiden und alte Stallgebäude.

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Also dafür, dass wir den Garten nur mal so nebenbei mit erledigen, ist die Ernte erstaunlich groß. In den nächsten Jahren soll sich da auch noch eine Menge tun – mal sehen, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle.

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2 Antworten zu “Gartensommer. Ein Rundgang.

    • ein bisschen spät, aber besser als nie: Hameln sagt man hier (oder zumindest meine Familie) zu kleinen weißfleischigen Pfirsichen – die sind weniger süß, ziemlich pelzig – aber als Kompott oder Marmelade oberlecker :)

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